ex : cerpt I vol. 3

9., 10. Dezember 2016 20.00

by Andrea K. Schlehwein + NETZWERK AKS

Inszenierung . Raum . Visuals . Text . Sound . Licht :
Andrea K. Schlehwein

Tanz + Kreation :
Unita Gay Galiluyo
Dong Uk Kim
Maria Mavridou
Aureliusz Rys

PR1_aks_ex cerpt vol 3_by ninahader_web.com
Foto: Nina Hader

ex : cerpt I vol 1 thematisierte das fraglose Miteinander von Individuum und Gruppe, vol 2 zeigte dessen Scheitern und endete mit dem Wort: UTOPIA – von den Tänzern als Botschaft auf dem Bühnenboden zurückgelassen.

An dieser Nahtstelle setzt vol. 3 an – dort, wo ein Aufbegehren bereits stattgefunden hat, wo der Wunsch nach gesellschaftlichem Miteinander im sozialen Gefüge noch kurz aufflackert aber Dialog kaum mehr ein Anliegen ist. Der Mensch ist eine Gestalt, allein im Nebel, zurück geworfen auf sich selbst.

AKS arbeitet mit ihrem NETZWERK AKS an einem atmosphärisch dichten Gebilde, das einerseits den individuellen Körper als Landschaft betrachtet und gleichzeitig das Gesamtgeschehen aller Körper im Bühnenraum als synthetische, aber atmende Körper-Raum-Landschaft in einem in sich geschlossenen System begreift.

Tanz und Text, Musik und Abbildung virtueller Welten bilden eine Denkschleife an der Bruchstelle von Installation, Tanz und Performance.

ex : cerpt I vol. 3 ist ein Abbild innerer Welt, ein Fragment in szenischer Reduktion, ohne aufklärerisches Ziel oder moralische Message.

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Aus

Ein Stück für Peter Raab

von Alois Hotschnig

 

Uraufführung: 15. November 2016  20.00

 

25. und 26. Nov., 16. und 17. Dez. 2016  20.00
18., 20., 21. Jänner 2017  20.00

Peter Raab, selbst schon ein alter Mann, arbeitet sich in seiner Rolle als Sohn eines mit archaischen männlichen Selbstbildern behafteten Vaters in eine Sprache hinein, die ihn genauso in schmerzhafte Gewissheiten zwingt wie ohnmächtig vor sich hertreibt. Gerhard Lehner funktioniert die Bassklarinette zur Erzählung eines kaum bewertbaren, psychischen Untergrunds um. Und Peter Wagner inszeniert in der bewusst karg gehaltenen Bühne.

Spiel: Peter Raab
Musik: Gerhard Lehner
Inszenierung: Peter Wagner

Kritik Aus  Kleine Zeitung17. 11

Trailer

Aus_Presse 4_Peter Wagner

zu Peter Wagner

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Light vs. darkness – Oliver Welter Solo (plus Gäste)

28. Dezember 2016  20.00

Eintritt: 18,-/15,-

Nach drei Jahren des Fernbleibens, gibt Oliver Welter of Naked Lunch-Fame wieder eines seiner traditionellen Solo-Weihnachtskonzerte. Im Gepäck hat er, wie immer, Naked Lunch Material, Lieder aus Filmen und Theaterinszenierungen, Coverversionen sowie etliche neue, noch nie live gespielte Songs.

Foto: Johannes Puch

Foto: Johannes Puch

Ein Mann, eine Stimme, eine Gitarre und der ständige Kampf zwischen dem Licht und der Dunkelheit.

Auf dass 2017 nicht allzu dunkel wird.

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Die Präsidentinnen

Ein Volksstück von Werner Schwab

6., 7. Jänner 2017  20.00

Gastspiel des Vitus-Theater

mit Monika Thomaschütz, Tina Klimbacher, Linda Springer, Julia Herzog, Jana Thomaschütz, Teresa Thomaschütz
Regie: Stefan Ebner

Die Präsidentinnen 2016 (1)_web
Die „Präsidentinnen” – das sind, laut Schwab, „Leute, die glauben, alles zu wissen, über alle zu bestimmen”.
Werner Schwab bezeichnete das Skandalstück selbst als eines seiner Fäkaliendramen. Mit deftig-kräftigen Ausdrücken und skurrilen Wortverbindungen versuchte er die schöngeistige Literatursprache zu demaskieren und zu verhöhnen.
Erna und Grete, zwei abgehalfterte Pensionistinnen, versuchen gemeinsam mit der Klofrau Mariedl beim gepflegten Achterl in Ernas Wohnküche, den angehäuften „Lebensschmutz” zu vergessen.
Die Frauen phantasieren sich in das Himmelreich auf Erden und steigern sich in ein Sprachgemetzel voller lustvoller Träume und Zukunfts-Pläne. Doch die Konversation der frommen Erna, der lebenslustigen Grete und der sanften Mariedl geht schließlich grausam unter in der eigenen Kloake der unerfüllten Triebe und Sehnsüchte.
Böse, dreckig, komisch, ein Volksstück.

„Das Leben treibt gar manch abgrundtiefe Blüte in diesem Tale der Tränen.”

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Kudlich – eine anachronistische Puppenschlacht

Erster Preis der Theaterallianz

von Thomas Köck


13., 14., 15., Jänner 2017  20.00

Regie: Marco Štorman
Bühne & Kostüme: Jil Bertermann
Musik: Gordian Gleiss
Dramaturgie: Tobias Schuster

mit: Nicolaas van Diepen, Peter Elter, Max Gindorff, Katharina Haudum, Lisa-Maria Sexl

Die Uraufführung wurde vom Schauspielhaus Wien produziert und gastiert bei der Tour durch Österreich als erstes beim klagenfurter ensemble im theaterHALLE 11

Foto: Matthias Heschl

Foto: Matthias Heschl

Wien im März 1848 – die drei Jahrzehnte seit dem Wiener Kongress haben eine bleierne Restaurationszeit gebracht, der Feudalismus besteht weiter, die Hoffnungen auf Demokratie und Freiheit haben sich nicht erfüllt. Doch unter der Oberfläche der Ständegesellschaft gärt es und Umbrüche beginnen sich anzudeuten. Einer der Protagonisten der Rebellion: Hans Kudlich. Obwohl bei einer Demonstration durch ein Attentat lebensgefährlich verwundet, lässt sich der Sohn einer Bauernfamilie von seinem Kampf für die Freiheit nicht abbringen. Er zieht mit 25 Jahren als jüngstes Mitglied in den österreichischen Reichstag ein. Im Juni 1848 legt er dort den Gesetzentwurf zur Aufhebung der Leibeigenschaft vor und geht dadurch als Bauernbefreier in die Geschichte ein. Kaum ist die Freiheit von den Feudalherren erkämpft, stellt sich allerdings die Frage nach der Zukunft: Die Bauern brauchen nun Kredite für eigene Höfe und so führt ihre Befreiung in die Abhängigkeit von der neugegründeten Raiffeisenbank. Ihre Freiheit, ein vergiftetes Geschenk? Aus Leibeigenen werden plötzlich Agrar-Ökonomen – das Unternehmertum mit allen verbundenen Chancen und Risiken ersetzt die sichere Unfreiheit des Feudalismus.

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